KREIS SPROTTAU -SAGAN ALT + NEU




 

 Sp  - Stalag

 

Kirchspiele, Standesamt

Hinweise , Amtsbezirke

 

 

 

​Amtsbezirk Sprottau und Gutsbezirke :
Sprottau.-1.Jan.1874
Boberwitz ,Dittersdorf,Klein Polkwitz , Küpper ,Mückendorf
Gutsbezirke:Küpper ,Dittersdorf
 
Sprottau.-1.Jan.1908
Boberwitz ,Dittersdorf, Klein Polkwitz , Küpper , Mückendorf
Gutsbezirke:Dittersdorf,Küpper
 
Sprottau.-1.Febr.1933
Boberwitz ,Dittersdorf, Klein Polkwitz , Wichelsdorf , Küpper
 
Sprottau,-1.Jan.1945
Boberwitz ,Dittersdorf​ , Klein Polkwitz , Wichelsdorf , Küpper
 
​Amtsbezirk Sprottischwaldau und Gutsbezirke :
Sprottischwaldau.-1.Jan.1874
Landgemeinde Sprottischwaldau
Gutsbezirke: Wichelsdorf ,Waldrevier , Waldwiesen
 
Sprottischwaldau.-1.Jan.1908
Landgemeinde Sprottischwaldau
Gutsbezirk: Waldrevier
 
Sprottischwaldau.-1.Febr.1933
Landgemeine Sprottischwaldau
 
Sprottischwaldau,-1.Jan.1945
Landgemeinde Sprottischwaldau

 

Quelle: www.territorial.de

 

 

Kirchspiel im Kreis Sprottau, 1885

Einwohneranzahl in Klammer

Evang.- Kath.- Standesamt
Sprottischdorf(308) Sprottau Sprottau Sprottau
Suckau(370) Neustädtel Milkau Bockwitz
Sprottischwalde(158) Nieder Leschen Nieder Leschen Ober Leschen
       
Gutsbezirke      
Sprottischdorf(88) Sprottau Sprottau Sprottau
Suckau(3) Neustädtel/Kr.Freystadt Milkau Bockwitz
       
Kirchspiel im Kreis Sagan siehe Seite Sa      
       
Kirchspiel.-1913      
Sprottau Sprottau Sprottau  
Sprottischwaldau Nieder Leschen Nieder Leschen  
Suckau Neustädtel Miltitz  

 

​Quelle: www.-agoff.de

 

Alte Orte und Hinweise  

        Vw= Vorwerk       Kol = Kolonie         RG=Rittergut       Gut = Gutsbezirk       Fo=Forsthaus

Sprottischdorf zu Sprottau(1939)

Sprottischwalde (1845) Kr. Sprottau

Sprottauisch Nieder Küpper-RG/  -3 Einw. ab 1901/08 nur Sprottauisch Küpper

Stichhäuser-Kol-(1845)Wendisch Musta,Kr. Sagan

Sophienthal(1845)-Kol.-b. Wendisch Musta

Städtisch Eckersdorf 1901/08 mit Herzoglich Eckersdorf zu Eckersdorf vereint

Stiftsmühle-Wasserm.-zu Luthrötha,Kr.Sagan

Sprottauer Staatsforst  an der S 12

Sprottebruch-siehe Sprotte



 

   
---weitere Hinweise siehe ---> Alte Orte Ansichten ---------------------> Wo ist was ?


 

 

 

 

 

         SPROTTAU  Heute + Gestern in der Fotoschau:

      http://bogozi.narod.ru/Pocztowki_Szprotawy/index.html            

 



 

 

Große Kreisstadt ab 1.10.1932 vereint mit Kr. Sagan

SPROTTAU  - Stadt  /  Sprotawa

 um 1254

Einwohner: (1939 )  11974

                      (1897)   7673

 
  Stadt u. Landkreis
  Fluss: Bober 
Stadtgemeinde Sprottau Besitzer v. Rittergüter und Grundbesitz im Kreis
Amtsgericht (1941)   ----------------> Landesgericht Glogau

 

 
             Einwohner/1939: 96255   davon 81 % ev.-luth.

                     

 
     Kreisstadt am  Bober, als deutsche Stadt 1254 v. Herzog Konrad II v.

     Glogau gegründet,

     mehrere Besitzer,Pfarrkirche v. 1260,größter Grundbesitz im Landkreis,

         Finanzämter in Sagan u. Sprottau

Amtsgerichte in Halbau,Sagan u.

Sprottau,

                     Stadtbeschreibung bei:  www.kulturwerk-schlesien.de
   
Pate: Stadt Detmold, Spremberg, Gevelsberg (NRW 1945 zu 50 % zerstört

  

Grund und Boden /Auswahl
       
1937

Forstfläche mit Revierförstereien

Bauerngüter

Stadt

in Eulau und Mückendorf

8104 ha

 

 

 

Stadtbeschreibung :    Sprottau-1845
                       
  Evangelischer Kirchenkreis für mehr. Gemeinden

 

    Ev.-Kirche der altpreußischen Union 

    Kirchengeschichte-1927-  kirche sprottau.PNG

Übersicht über eva.- Pfarrerstellen bis 1945 -----> www.eva-leipzig.de
 
Kath.-Kirche Bistum Breslau

   

  Ehrenbürger :
 

 

  

​In Sprottau geboren :
    Alfred Zingler, SPD-Journalist ( 6.6.1885-1944 ) hingerichtet in Brandenburg    
    Heinrich Laube  - Schriftsteller  (1806  -  1884 )

                                            

    Denkmal am 18.09.1885 aufgestellt-geschaffen von Johannes Pfuhl-

    Verbleib unklar,  Lebensgeschichte von  Heinrich Laube     

   Karl Bartsch- Germanist,Romanist (25.02.1832)
   Jakob Ebert ,Theologe ,(1549 - 1614)
   Heinrich Göppert , Botaniker  (1800 --1880  )   

                                                     ------------------>  Ehrenbürger

   Ludwig Habicht , Schriftsteller  (1830 --- ? )       
   Klaus Hänsch (1938)  Präsident EU-Parlament     
   Hans -J. Höfig , Sportfunktionär ( 1915 --  2006  )       
   Felix Matuszkiewwicz , Heimatforscher  (1885 --1956  ) 

                                   --------------->   Felix Matuszkiewicz   

   Robert Beisert (1833 -1893 ) Reichstagsabgeordneter
   Harald Bielfeld (1863 - 1933)  Politiker
   Manfred Steinbach ( 1933 ) Sportfunktionär
   Roswitha Bernd  (1936)  Historikerin
   Rudolf Langer   (1939)   deutscher Leichtathlet
   Detlev Kittstein (1944 - 1996 )  Olympiasieger im Feldhockey
   Fritz Puppel (1944) Gründer von Rockband City

  

       

     
                      Funde aus der Frühzeit - Altschlesien Buch von 1929

 

                                               

 

 
Niederschlesische Zweigbahn Bf. Sprottau
Kleinbahn Grünberg Bf. Sprottau

 

 

       4 Volksschulen                   1  Oberschule Knaben 
                            1   Berufsschule  

 

 

Industrie:

Maschinenfabrik

Brückenwaagenfabrik

Lebensmittelfabrik

Klavierfabrik

 Brauerein in der Stadt:              

                                            Quelle:  www.klausehm.de    

 

 

 

   

Bauten in der Stadt:   

 

     Quelle bei wikipedia

 

                        Repro           01/09

                                             

 

 

                                  

 

                                    Foto-Quelle: Heimatbrief   12-10

 

 

               

                              Foto Repro Heimatbriefe 12-08

 

                         Quelle über Sprottau und Halbau by powiatzaganski.pl

 

 

 

​  Fliegerhorst

ab 1945 Rote Armee

Transportflieger-Staffel

     

   

   
​Stand:  1939  
1.1.1945 

   
​                          Heute   

    

HEUTE:

           

     

 



   Sprotte, rechter Nebenfluss der Bober ,Mündung 

               nach 50 km bei Sprottau

               Bei Primkenau eiszeitliches Staubecken mit Niederungsmoor,

                   

                 



  
   

Sprottebruch gekürzt aus wikipedia

 

Das Sprottebruch in der ehemals preußischen Provinz Niederschlesien umfasst ein Gebiet von rund 6000 ha. Zwischen der Oder im Osten und deren linken Nebenfluss Bober gelegen, konnte sich das Moor als eiszeitliches Staubecken in einer flachen Mulde bilden, gespeist durch die Zuflüsse der umliegenden Randhöhen. Namengebend war die Sprotte, der bedeutendste Zufluss, der das Moor von Ost nach West durchzieht und bei Sprottau in den Bober mündet.

Im Jahre 1015 n.Chr. fand das Sprottebruch Eingang in die Geschichtsschreibung.

Vom polnischen Herrschergeschlecht der Piasten wurde 1138 mit Herzog Wladislaw II. eine schlesische Linie begründet. Unter seinem Nachfolger Boleslaw I. von Schlesien setzte dann um 1175 die Kolonisation mit deutschen Siedlern in Schlesien ein. Für das Sprottebruch bedeutete dies lediglich die Besiedlung der höher gelegenen Randlagen. Das Sumpfgebiet selbst wurde durch die Anlage von Wassermühlen besonders am westlichen Auslauf eher noch unwirtlicher, weil angestautes Wasser zu Seebildung und Schädigung des örtlichen Baumbestandes führte.

 

Während der folgenden Jahrhunderte hat das Sprottebruch seinen Zustand als naturbelassenes Gebiet weitgehend behalten. Es blieb dem preußischen König Friedrich II. vorbehalten, hier etwas zu ändern. Drei von ihm begonnene Kriege hatten das Ziel, Schlesien unter seine Herrschaft zu bekommen. Als Feldherr ist Friedrich der Große in die Geschichte eingegangen, aber auch dessen Bemühungen, seine Länder landwirtschaftlich zu erschließen, sind überliefert. . Von 1770 bis 1775 haben Arbeiten zur Begradigung der Sprotte und der Bau eines Stichkanals begonnen. Die Jahrzehnte nach 1775 brachten keine weiteren Fortschritte bei der Entwässerung des Sprottebruchs. Im Gegenteil, nachdem 1786 mit Friedrich II. der wichtige Mentor verstorben war, wurde das bisher Geschaffene vernachlässigt, und Überschwemmungen waren wieder die Regel im Bruch. 

 

Mitte des 19. Jahrhunderts rückten das Sprottebruch und seine Umgebung wieder ins Blickfeld der Geschichte. Die komplizierten politischen Verhältnisse in Skandinavien führten dazu, dass Herzog Christian August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (ein Neffe des dänischen Königs) des Landes verwiesen und großzügig von der dänischen Krone für die zurück gelassenen Güter entschädigt wurde. Die Herzogsfamilie Christian Augusts ging nach Schlesien und erwarb 1853 die Herrschaft Primkenau, südlich an das Sprottebruch angrenzend. Der Elan eines Neubeginns und die reichlich vorhandenen finanziellen Mittel der neuen Herrschaftseigner brachten wieder Bewegung in die Entwässerung des Sprottebruchs. Der Herzog kaufte sogleich die Zeisdorfer Mühle und vermochte damit den Wasserstand am westlichen Austritt der Sprotte aus dem Bruch zu regulieren. Er ließ den Südkanal anlegen, der von Ost nach West durch seinen Bruchbesitz führt.

 

Da die Primkenauer Herrschaft nur 28 % des Bruchgebietes ihr eigen nannte, führte die Suche nach einer umfassenden Lösung 1876 zur Gründung einer Wassergenossenschaft, deren Mitglieder das gesamte Gebiet von 6000 ha in ihrem Besitz hatten. Im Einzelnen waren dies 15 Güter und weitere 2000 Eigentümer aus 26 Gemeinden! 

Teilerfolge waren die Absenkung und letztlich die Beseitigung des Mühlenstaus bei Zeisdorf. Immer wieder wurde an der Verbreiterung und Vertiefung der Sprotte und der nördlich verlaufenden Kleinen Sprotte gearbeitet. Erfolgversprechend war auch die Anlage eines Hauptentwässerungskanals in Ost-West-Richtung an der tiefsten Stelle des Bruchs, der 1920 realisiert wurde und die Absenkung des Wasserstandes um bis zu einem Meter brachte. Nach diesen Erfolgen konnten Ende der 1920er Jahre erste Bodenverbesserungs-Genossenschaften gegründet werden, die ein knappes Drittel des Bruchgebietes bearbeiten wollten.

Reichsarbeitsdienst (RAD)

Das letzte Kapitel im fast zweihundertjährigen Bemühen, das Sprottebruch für die Landwirtschaft nutzbar zu machen, schlugen die Nationalsozialisten auf. Sie strebten angeblich "die Nahrungsfreiheit des deutschen Volkes" an. Rund um das Sprottebruch wurden ab 1934 Lager des Reichsarbeitsdienstes (RAD) aufgebaut, und 1937 waren elf Abteilungen mit 2300 Mann im Bruch tätig. Mit diesen zahlreichen, billigen Arbeitskräften schuf man Straßen und Wege, die Voraussetzung für die großflächige Melioration. In nur 18 Monaten konnte der Hauptdamm Primkenau-Quaritz (Quaritz hieß ab 1937 Oberquell) gebaut werden, der eine Straßenverbindung in Nord-Süd-Richtung möglich machte. Im Ganzen wurden 36 km Wege und zahlreiche Brücken geschaffen. Die danach einsetzende Bodenbearbeitung begann mit der Beseitigung versunkener Baumstämme, deren Lage durch Abtasten mit Stahlsonden festgestellt werden musste. Dann bearbeiteten Dampfpflüge und Tellereggen den Boden, bevor als erste Zwischenfrucht Hanf mit großem Erfolg angebaut wurde. Innerhalb weniger Jahre wandelte sich das Sprottebruch zum wichtigsten Hanfanbaugebiet des Deutschen Reiches. Auf Dauer war jedoch geplant, das kultivierte Gebiet überwiegend als Grünland zu nutzen. Dafür war es so gut geeignet, dass 1936 vier Grasschnitte eingefahren werden konnten. Folgerichtig strebte man an, im Sprottebruch das bevorzugte schlesische Rindviehzuchtgebiet einzurichten.

 

Am 15. August 1937 konnte noch mit großem Propagandaaufwand das erste im Sprottebruch neu gegründete Dorf mit 42 Bauernhöfen eingeweiht und nach Konstantin Hierl auf den Namen Hierlshagen (polnisch Ostaszów, Landgemeinde Przemków) getauft werden. Weitere Bauerndörfer waren geplant im Osten des Bruchs bei Kosel (24 Höfe) und das Westdorf mit rund 50 Höfen. Bereits 1938 aber kam die Entwicklung ins Stocken, weil zwei RAD-Abteilungen zu Bauarbeiten an den Westwall gingen und noch vor Kriegsbeginn 1939 weitere Abteilungen abgezogen und zu Pioniereinheiten und Bautruppen umfunktioniert wurden. Während des Zweiten Weltkrieges mussten die meisten Arbeitsvorhaben ruhen, da die RAD-Abteilungen an den Fronten eingesetzt waren. Eingelagertes Baumaterial für das Bauerndorf bei Kosel blieb ungenutzt, Zement verdarb in einer Gutsscheune. Am 30. Januar 1945 dann das bittere Ende: Während die Dörfer südlich des Bruchs bereits brannten, verließen die letzten Arbeitsdienstmänner das Sprottebruch und brachten sich vor der nahenden Front in Sicherheit.

 



 


 

         

 

SPROTTISCHWALDAU  / Szprotawka

 seit 1240

Einwohner: (1939) 145

                      (1913)  141

 
Forsthaus Eckartswaldau (1939)  

 

 

                                     Beschreibung des Ortes um 1845

    

 

Grund und Boden /Auswahl
       
1930 Forst Stadtgemeinde Sprottau 3078 ha

 

Sprottau 9 km
   
im Ort
   
 
   

      

   

    Ev.-Kirchenkreis Sprottau

                                         

    

           RAD - Abteilung 4/ 104
weitere RAD-Abteilungen ------------------------------->RAD Lager Reuthau

 

  

       

   
​Stand:  1939  
1.1.1945  
   
                                Heute        Gemeinde Sprottau

                           

                    

   



 

 

 

 

SUCKAU   /  Zukow

  seit 1295

Einwohner: (1939) 319

                      (1897) 337

 
1820 vom Kreis Freystadt  
  Gutsbezirk 2 Einw.
Adel----->

Fürsten zu Carolath-Barthen,Grafen von Schönaich ,  Freiherren zu Beuthen

 

 

 

   

                                           Beschreibung des Ortes um 1845

   

Grund und Boden/Auswahl
1886 Rittergut

Besitz Fürstent.-Carolath --

Pächter: Otto Bäuerlein

139 ha
1912 Rittergut                          Pächter: J.Krumbholz  
1937 Freigut Alfred Schönbrunn aus Forst seit  1931 80 ha

 

                                                

Poppschütz 3 km
   
Neustädtel 4 km
   
 
   

                

​                                       Handel und Gewerbe um 1927

      

                 

   

   
Stand:  1939  
1.1.1945     Bockwitz
   
​                          Heute      Gemeinde Polkwitz(Polkowice)

                                   

 

 


 

​                

STALAG ,  große Ansammlung von Kriegsgefangenlager im  Raum Sagan

 

Stalag Luft III

 

​  -gegründet Mai 1942 in der Nähe von Sagan

​  -Kriegsgefangene der feindlichen Luftwaffen ( über 20 Nationen)

​  -im Juni 1944 waren über 10 500 Gefangene inhaftiert

​  -bekannt wurde das Stalag durch zahlreiche Ausbruchversuche

​  -am 24.März 1944 versuchten über 100 Gefangene eine Flucht durch den selbst-

​   gebauten Tunnel "Harry"

 

​  -76 Gefangene konnten zuerst fliehen wobei 73 wieder gefangen wurden sind

​  - auf "Führer-Befehl" wurden 50 Gefangene erschossen 

​  - 3 Gefangene erreichten die Heimat

 

​  nach 1945:

  -es wurden Prozesse geführt um die Täter  zu bestrafen

​  -14 Todesurteile und Zuchthausstrafen

 

​  HEUTE: Internationale Gedenkstätte für alle Stalag im Saganer Gebiet

 

 

  weitere Bilder privat : Fotogalerie /Ansichten

                     

 

 



                               

 

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