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Heinrich Laube aus Sprottau

 

Heinrich Laube wurde als Sohn eines Handschuhmachers am 18.September 1806 in Sprottau

geboren.Richtiger Name war Heinrich Rudolf Constanz Laube.

Aus einfachen Verhältnissen schafte er es 1820 auf das Gymnasiun in Glogau zu kommen.

Während seiner Schulzeit bekommt er einen Freitisch, d.h. er muß diesen mit Nachhilfe-

stunden bezahlen.1825 hatte er die Möglichkeit auf das Gymnasiun in Schweidnitz zu wechseln.

Nach Abschluß der Schulzeit begann er 1826 ein Studium an der Universität Halle-Wittenberg

im Fach Theologie.Nach kurzer Zeit wechselt er nach Breslau , wobei er das Studium zu-

nehmend im Hintergrund stellt.Als Mitglied der Alten Breslauer Burschenschaft-Arminia

findet er Zugang zu einen Kreis junger Literaten und beginnt in der Breslauer Zeitschrift "Die

Freikugeln" mit Theaterkritiken.Im neuen Fach vertieft entschließt er sich nun

Literaturgeschichte zu studieren.Seine Beiträge als Theaterkritiker brachten ihn an die

"Breslauer Zeitung".Unschlüßig über seine Berufstätigkeit nimmt er ab 1830 die Stelle eines

Hauslehrers in Kottwitz und Gut Jäschkowitz an.Bereits 1830 geht Laube nach Leipzig um als

Redakteur "Zeitung für die elegante Welt" tätig zu sein.Hier hatte er die Möglichkeit sich zu den

politischen Themen der Zeit zu äußern.Seine kritischen Beiträge wurden der sächsischen

Regierung lästig womit Laube 1834 aus Sachsen verwiesen wurde.Durch Kontakte zu anderen

Gleichgesinnten wird er 1834 in Berlin verhaftet und wegen burschenschaftlicher Umtriebe und

Anstiftung zur Unzufriedenheit gegen den Deutschen Bund angeklagt.Ende April 1835 wird

Laube vorerst aus der Untersuchungshaft entlassen und muß sich in Naumburg unter

polizeilicher Kontrolle stellen.

1835 übernahm er heimlich die Redaktion "Mitternachtzeitung" wo er zahlreiche Beiträge

anonym publiziert.

Im Winter 1836/37 fällt das Berliner Kammergericht endlich das Urteil gegen Laube.7 Jahre

Festungshaft -die Strafe wurde durch Gnadengesuche und  Fürsprache seiner Förderer- auf

18 Monate verkürzt.Mit Hilfe des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau wurde das Schloß

Muskau als Aufenthaltspunkt seines Strafvollzuges festgelegt.Da er sich frei bewegen konnte

,wurden Kontakte zu anderen Schriftstellern gesucht.

Endlich konnte er mit Ehefrau 1839 nach Ende seiner Strafe nach Paris reisen.Durch das

kennenlernen von bekannten Größen in Kunst und Literatur ,fuhr er gestärkt nach Leipzig

zurück und begann für die Bühne zu schreiben.Seine Beiträge wurden unterschiedlich

aufgenommen, vom Vorwurf des Plagiats bis hin zu politischen Themen der Zeit .

Im Schatten der Märzrevolution 1848 beginnt er sich politischer zu betätigen.Im Frankfurt/M.

ist er Berichterstatter über das Vorparlament.Als Abgeordneter seines Heimatbezirkes bleibt

er erfolglos, kann aber mit einen deutsch-böhmischen Mandat in die Frankfurter Paulskirche

einziehen Nach der Kaiserwahl 1849 legt er sein Mandat nieder ,da er seine Idee zum

großdeutschen Staat als gescheitert ansieht.18 Jahre lang ist Laube am Burgtheater ,was er

1867 verläßt .Angebote zum Wiener Stadttheater nimmt er von 1872 bis 1880 an.

Am 1.August 1884 stirbt Heinrich Laube in Wien.Die Stadt Wien ehrte ihn mit der Nennung

eines Laubeplatzes .

Am 18.09.1885 wurde in Sprottau ein Laube Denkmal von Johannes Pfuhl eingeweiht.

 

(siehe FOTOGALERIE)

Verbleib unklar.



Grab auf den evangelischen Friedhof Matzleinsdorf/Wien.

 



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